Reichling's Blog

Facebook und seine Gemeinschaftsstandards

Posted in Allgemeines by reichling on 29/05/2017

Ich wollte heute etwas bei Facebook posten. Leider bekam ich folgende Meldung:

Du hast kürzlich etwas gepostet, das die Facebook-Richtlinien verletzt, daher wurde die Benutzung dieser Funktion für dich vorübergehend gesperrt. Für mehr Informationen besuche den Facebook-Hilfebereich.

Um künftig nicht wieder gesperrt zu werden, vergewissere dich, die Facebook-Gemeinschaftsstandards gelesen und verstanden zu haben.
Die Blockierung ist noch 1 Tag und 12 Stunden aktiv.
Sollten wir deiner Meinung nach einen Fehler gemacht haben, dann teile uns das mit.

Diese Sperre wurde mir schon am 22. Mai mitgeteilt und für drei Tage ausgesprochen. Dass sie verlängert worden ist, wurde mir nicht mitgeteilt, jedenfalls habe ich keine Mitteilung gesehen.

Interessant ist der Satz „Um künftig nicht wieder gesperrt zu werden, vergewissere dich, die Facebook-Gemeinschaftsstandards gelesen und verstanden zu haben.“

Ich habe diese Gemeinschaftsstandards im Internet aufgesucht und gelesen. Ob ich sie verstanden haben, kann ich leider nicht mit Bestimmtheit sagen.

Ich habe jedoch starke Zweifel, dass die Mitarbeiter von Facebook sie vestanden haben.

Was war geschehen?

Ich stieß auf die Facebookseite „Nationaler Widerstand Zweibrücken“. Dort wurde eine Veranstaltung für den 27. Mai angekündigt. Als Treffpunkt wurde der Zweibrücker Hauptbahnhof angegeben, Die Veranstaltung sollte offenbar an anderer Stelle stattfinden.

Ich verlinkte diese Nachricht in zwei Zweibrücker Regionalgruppen und stellte die Frage, ob über diese Veranstaltung etwas bekannt ist.

Daruafhin wurde von einigen Kritik geübt, ich hätte für diese Leute Werbung gemacht. Aus meinem Beitrag war aber ersichtlich, dass ich von diesem „nationalen Widerstand“ nichts halte.

Ich hatte die Seite auch nicht geliked, sondern nur darauf verlinkt.

Zwei Tage später teilte mir Facebook mit, dass ich etwas gepostet habe, das gegen die Facebook-Gemeinschaftsstandards verstößt und das dies entfernt wurde. Außerdem sei ich für drei Tage vom weiteren Posten gesperrt worden.

Hier aus den Gemeinschaftsstandards von Facebook:

Hassbotschaften

Facebook entfernt sämtliche Hassbotschaften, d. h. Inhalte, die Personen aufgrund der folgenden Eigenschaften direkt angreifen:

– Rasse,
– Ethnizität,
– Nationale Herkunft,
– Religiöse Zugehörigkeit,
– Sexuelle Orientierung,
– Geschlecht bzw. geschlechtliche Identität oder
– Schwere Behinderungen oder Krankheiten.

Die Präsenz von Organisationen und Personen, die Hass gegen diese geschützten Gruppen schüren, ist auf Facebook nicht zulässig. Wie bei allen unseren Standards vertrauen wir darauf, dass unsere Gemeinschaft uns entsprechende Inhalte meldet.

Personen können Facebook nutzen, um Ideen, Institutionen und Gepflogenheiten zu hinterfragen. Nur so können Diskussionen und mehr Verständnis füreinander gefördert werden. Manchmal teilen Menschen Inhalte, die Hassbotschaften anderer Personen enthalten, um das Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu erhöhen oder andere über solche Hassbotschaften aufzuklären. In einem solchen Fall erwarten wir, dass diese Personen ihr Ziel eindeutig vermitteln, sodass wir besser verstehen können, weshalb sie diese Inhalte geteilt haben.

Humor, Satire oder soziale Kommentare zu diesen Themen sind zulässig. Wir sind der Ansicht, dass Personen – wenn sie ihre wahren Identitäten verwenden – eine größere Verantwortung beim Teilen dieser Art von Kommentaren zeigen. Aus diesem Grund möchten wir Seiteninhaber bitten, ihren Namen und ihr Facebook-Profil mit sensiblen Inhalten zu verknüpfen, auch wenn diese nicht gegen unsere Richtlinien verstoßen. Wie immer verlangen wir, dass Personen beim Teilen solcher Inhalte stets ihre Zielgruppe berücksichtigen.

Zwar bemühen wir uns sehr, Hassbotschaften zu entfernen. Wir stellen dir aber auch Funktionen zur Verfügung, um geschmacklose (und häufig beleidigende) Inhalte zu vermeiden. Erfahre mehr über die Funktionen, die wir bereitstellen, um die Inhalte zu kontrollieren, die du siehst. Du kannst Facebook auch nutzen, um auf etwas aufmerksam zu machen und um die Gemeinschaft in deiner Nähe aufzuklären. Gegenargumente in Form von genauen Informationen und anderen Sichtweisen können zu einer sichereren und respektvolleren Umgebung beitragen.

Ich hatte in meinem Beitrag keine Personen angegriffen, weder aufgrund ihrer Rasse, ihrer Ethnizität, ihrer nationalen Herkunft, ihrer religiösen Zugehörigkeit, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Geschlechts bzw. geschlechter Identität noch aufgrund schwerer Behinderungen oder Krankeheiten.

Ich habe lediglich auf die Facebookseite einer Gruppe verlinkt, die nach Auffassung von Facebook offensichtlich nicht gegen die Facebook-Gemeinschaftsstandards verstößt. Denn sonst dürfte es diese Seite doch gar nicht geben.

Zugegeben, es ist schwer, auf der Seite des Nationalen Widerstands Zweibrücken etwas zu finden, das von Facebook beanstandet werden kann. Man findet auf Anhieb keine Hassbotschaften, es wird niemand aus welchen Gründen auch immer, angegriffen, sofern es keine Politiker sind. Die sind ja bekanntlich solche Angriffe gewöhnt. Aber jeder erkennt sofort, dass der „Widerstand in Zweibrücken“ eine rechtsextreme Gruppierung ist. Es wird offen Werbung für die NPD gemacht. man ist Fan von Frank Rennicke und anderen Sängern der rechtsextremen Szene, die in ihren Liedern auch Hass verbreiten.

Allerdings, am 9. November 2016, als der Sieg von Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl in den USA festgestanden hat, beginn ein Beitrag auf deren Seite mit

Udo Manfred Voigt
9. November 2016 ·
Der neue US-Präsident heißt wohl Donald Trump
Das weiße Amerika ist wieder da!
…..

Aber mit Rassismus und Hass auf alle Nicht-Weißen hat das gar nichts zu tun.

Ich stelle also fest, mein Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook lag darin, dass ich in zwei Facebookgruppen auf eine Facebook-Seite einer Organisation hingewiesen habe, die nach Ansicht von Facebook nicht gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook verstößt.

Wegen dieses gravierenden Verstoßes wurde ich für eine Woche gesperrt, durfte also keine Kommentare schreiben und auch keinen Beitrag.

Es scheint mir, dass es in Zweibrücken einige wenige gibt, die ihre Augen vor den rechten Umtrieben verschließen, die nicht wissen wollen, dass es so etwas gibt. Und dabei sind die Aktivitäten dieser Rechten nicht zu übersehen.

Der Nationale Widerstand Zwseibrücken wird vom Verfassungsschutz beobachtet und auch jedes Jahr im Verfassungsschutzbericht erwähnt.

Die Macher der entsprechenden Facebookseite verstehen es in hervorragender Weise, keine eindeutigen Hassbotschaften zu veröffentlichen, aber deutlich zu zeigen, dass sie eine durch und durch rechtsextreme Gesinnung haben.

So fordert man die Freilassung von Horst Mahler und Ursula Haverbeck, ohne genau zu erklären, was den beiden denn vorgeworfen wird. Dass gerade diese Personen voller Hass erfüllt sind und diesem Hass Ausdruck verleihen, zeigt auch deutlich die Gesinnung des Nationalen Widerstands Zweibrücken an.

Wenn auch auf der Seite Nationaler Widerstand Zweibrücken sehr oft Werbung für die NPD gemacht wird, so ist er keine Organisation der NPD.

Es gibt mehrere Gruppen dieses Namens in Deutschland. Sie bilden ein Netzwerk nationalistischer, rechtsextremer Gruppierungen, die jede für sich unabhänig arbeit, sich aber bei Bedarf für Demonstratinen zusammenschließen. So dürften wohl nicht viel mehr als zehn Personen dem Nationalen Widerstand Zweibrücken angehören. Bei Demos werden daher Gleichgesinnte aus ganz Rheinland-Pfalz und dem Saarland zusammengezogen.

Auch wenn auf der Facebook-Seite nicht unmittelbar zur Gewalt aufgerufen wird, so ist doch eine latente Gewaltbereitschaft erkennbar. Bleibt zu hoffen, dass der Verfassungsschutz dies genauer untersucht und rechtzeitig erkennt und Alarm schlagen, wenn diese Latenz in aktives Handeln überzugehen droht.

Ich werde künftig bei Facebook Hinweise auf solche Organisationen unterlassen, und mich auch ansonsten in der Diskussion über Rechtsextremismus zurückhalten. Denn schnell sind die, die den Extremisten entgegentreten, bei Facebook blockiert, während die Extremisten den vollen Schutz von Facebook genießen.

Es gibt andere Plattformen, auf denen ich mich mit diesem Gesocks auseinander setzen kann. Mein Blog gehört dazu. Und ich werde ihn jetzt häufiger nutzen.

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Eine Antwort

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  1. missgunst-deutschland said, on 08/06/2017 at 09:40

    Ach Willilein. Es heißt ja auch Schwarzafrika, weswegen dürfen die Weißen denn nicht alleine unter ihresgleichen existieren? Moslems nehmen sich doch auch das Recht heraus Nichtmoslems zu verfolgen und unter sich zu bleiben. Ein Weißer kommt nicht einfach so in einen Schwarzen Stamm wenn er sich nicht gewissen Ritualen unterwirft. Was ist denn daran nun Menschenfeindlich wenn Weiße bestimmte Gebiete für sich beanspruchen? Gerade in den USA kommst du als Weißbrot nicht in einen Schwarzenclub rein. Die Weißen mein lieber Willi sind Weltweit in der Minderheit, es gibt so etwas wie einen Minderheitenschutz. Außerdem hat jedes Volk das Recht darauf unter sich zu bleiben und seine Traditionen zu wahren und zu verteidigen. Diese dinge sind Bestandteil zahlreicher Abkommen internationaler Natur. Daran ist nichts Rechtsextremes. Extremismus ist etwas ganz anderes, der schlimmste Extremismus ist es wenn man den HC durch plumpe Phrasen zur Lächerlichkeit verkommen lässt so wie Du und deinesgleichen das tun.

    Eine Meinungsäusserung, mein lieber Willi, ist kein Holocaust. Im Nationalsozialistischen Holocaust kamen insgesammt 13,8 Millionen Zivilisten ums Leben. Grund dafür war das damals geltende und von der Justiz akzeptierte Staatsrecht. Das Verwundelich daran ist das es 6 millionen Juden traf, wer Rechnen kann weiß nun das es 7,8 Millionen Nichtjuden aber auch traf.

    Kurz bevor Adolf Hitler hier sein Unwesen trieb taten das selbe die Sozialisten in der Ukraine. Dort wurde alles Essbare abgefahren und in den Westen verkauft, und 7 Millionen Menschen unbestimmter ethnien erfuhren den grausamen Hungertot. Dieses Extremismus kam dann von Links.

    Mein lieber Willi, Sachlichkeit war noch nie so deine Stärke, dafür aber die Manipulation.

    Wir wollen doch nicht damit anfangen Zahlen der Todesopfer gegenüber zu stellen die seit sagen wir mal 1900 aufgelaufen sind aufgrund zweier Ideologien die dem Sozialismus entsprungen sind? Da würden die Linke eindeutig Rekordhalter sein, übrigens weit über 1945 hinaus.

    Du weißt doch ganz genau, lieber Willi, dass der nationale Sozialismus keine Erfindung der Rechten ist. Die SPD erfand den Kriegssozialismus und begründete ihn auf nationale Volksinteressen.

    Ein kleines anekdötchen noch von unserem allseits geschätzten Herrn G.

    „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke. Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“ Dr. Joseph Goebbels, 1931 in Der Angriff“

    Nicht dass ich ihm ein wort glaube, aber gelogen haben die schon immer.

    Einen Schönen Tag wünsch ich dir und den Sonnenstaatländern.

    Grüßle dein Helmi.


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