Reichling's Blog

Erklärung der Union progessiver Juden in Deutschland zu Götz

Posted in Iwan Götz by reichling on 10/01/2009

Ich bekam heute von der Union progressiver Juden in Deutschland eine Erklärung zu „Oberrabbiner“ Iwan Götz übersandt, die auch im Namen der European Region der World Union for Progressive Judaism abgegeben wurde.
Es wurde mir ausdrücklich erlaubt, sie in meinem Blog zu veröffentlichen.

Erklärung der European Region der World Union for Progressive Judaism
und der Union progressiver Juden in Deutschland

Im Internet tritt ein „Oberrabbiner Dr. Esra Iwan Götz“ mit antisemitischer und antizionistischer Propaganda auf. Dabei behauptet er, zur Word Union for Progressive Judaism zu gehören und Mitglied der Synagogengemeinde zu Halle zu sein. Hierzu stellen die Europäische Region der World Union for progressive Judaism (WUPJ) und ihre deutsche Unterorganisation, die Union der progressiver Juden in Deutschland (UPJ), fest:

1. Dr. Esra Iwan Götz gehört der World Union for progressive Judaism nicht an. Er ist nicht berechtigt, das Logo der Europäischen Region der WUPJ in seinem Briefkopf zu führen. Die rechtlichen Schritte, ihm dies wirksam zu untersagen, werden eingeleitet.

2. Dr. Esra Iwan Götz gehört keiner rabbinischen Institution der WUPJ an oder ist von einer solchen als „Oberrabbiner“ anerkannt worden. Der WUPJ und der Union progressiver Juden ist auch keine andere jüdische Institution oder Autorität bekannt, die Dr. Esra Iwan Götz den Rabbinertitel verliehen oder ihn als Oberrabbiner in ein Amt eingesetzt hat. Da die Titel „Rabbiner“ oder „Oberrabbiner“ in Deutschland nicht gesetzlich geschützt sind, gibt es keine rechtliche Handhabe, Herrn Götz die irreführende Verwendung dieser Titel zu untersagen.

3. Die Synagogengemeinde zu Halle, die Mitglied der Union progressiver Juden in Deutschland ist und damit zur Europäischen Region der World Union for Progressive Judaism gehört, hat zu der von Herrn Götz erhobenen Behauptung, er sei Mitglied der Synagogengemeinde, sowie zu dem veröffentlichten, auf Dr. Iwan Götz lautenden Mitgliedsausweis der Gemeinde erklärt: „Herr Dr. Götz war einige Male Gast in unseren Gottesdiensten, die auch gemeindefremden Personen, die sich anmelden, offen stehen. Herr Dr. Götz ist nicht Mitglied der Synagogengemeinde Halle und ist dies auch niemals gewesen. Der Ausweis ist irreführend. Er wurde offensichtlich auf einem Blankoformular am 14.4.2004 ausgestellt.“

4. Die Europäische Region der WUPJ und die Union progressiver Juden in Deutschland distanzieren sich von der antisemitischen und antizionistischen Propaganda von Herrn Götz. Sie erwarten von deutschen Behörden, diese Veröffentlichungen auf die Straftatbestände der Volksverhetzung bzw. der Holocaustleugnung zu prüfen und entsprechende Maßnahmen gegen ihre Verbreitung zu unternehmen.

Ich denke, dass hiermit Götz endgültig als Schwindler und Hochstapler entlarvt ist.

Dr. Iwan Götz, Verleumder des Holocaust

Posted in Iwan Götz by reichling on 09/01/2009

Dass ich auf der Website der Exilregierung etwas über Iwan Götz lesen konnte, hatte ich nicht gedacht, gehörte Götz doch bis Sommer 2008 zu einer anderen Schauspielertruppe auf der Schaubühne Deutsches Reich.

Ihre Website, friedensvertrag.info, wird zur Zeit runderneuert und kann nicht eingesehen werden. Aber man sah sich doch verpflichtet, die Reichsbürger mit wichtigen Informationen zu versorgen. Und dies wären:

Neuigkeiten:
08.01.2008 Geplanter Sitzungsverlauf der Neujahrssitzung mit Bürgerinformation am 18.01.2009
08.01.2008 Protokoll der Jahresabschlußsitzung vom 28.12.2008

31.12.2008 Neujahrsansprache 2009
28.12.2008 Die kommende Präsidiums-Sitzung mit Bürgerinformation findet am 18. Januar 2009 statt. Jetzt anmelden!

Die Exilregierung schwelgt halt noch in der Vergangenheit. Vielleicht ist daraus das Datum 8.1.2008 in den ersten beiden Zeilen zu erklären.
Natürlich hat mich das Protokoll der Jahresabschlusssitzung vom 28.12.2008 interessiert. (ß im Original deshalb, weil die Exilregierung die Rechtschreibereform nicht anerkannt und noch die alte deutsche Rechtschreibung von 1902 praktiziert. Außerdem gibt es ja ein NS-Wiederbetätigungsverbot durch die Alliierten, und wenn man das ß durch das Doppel-s ersetzt, verstößt man gegen dieses Verbot und verletzt somit das Völkerrecht, jedenfalls nach Auffassung der Exilregierung.)

Im Protokoll fand ich doch tatsächlich folgende Passage:

Dr. Iwan Götz wird am 26.01.09 eine Verhandlung in Berlin wegen Verleumdung des Holocaust vor Gericht haben. Es wird sicherlich eine spannende Angelegenheit.

Schade, dass ich so weit von Berlin entfernt lebe. An dieser Verhandlung wäre ich sehr interessiert. Aber ich kann schon mal nachschauen, nach welchem Paragraphen des Strafgesetzbuches Verleumdung des Holocaust strafbar ist. Könnte mir vielleicht jemand nen Tipp geben?

Wer sich das komplette Protokoll durchlesen will, bitte sehr.

Ergänzung vom 11.01.2009

Mit dem Gerichtstermin von Götz ist das so eine Sache.

An anderer Stelle des Internets, auf einer mir als sehr zuverlässig informierten Seite bekannt, fand ich folgende Meldung:

Götz hat am 26.01.2009 einen Termin beim Amtsgericht Anklam. Es steht eine Strafverhandlung auf dem Programm. Gegen ihn, den „liberalen Juden“,. Wegen Volksverhetzung.

Und dann war noch zu lesen:

wegen Volksverhetzung

ist Termin zur Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Anklam –
Strafrichter – angesetzt auf:

Montag, den 26.01.2009 um 13:00 Uhr, Sitzungsraum 122
Amtsgericht Anklam, Baustraße 9, 17389 Anklam

Sollte er an einem Tag zwei Termine vor zwei verschiedenen Amtsgerichten haben? Hier geht es um Volksverhetzung, und bei der von Reichskanzler Schittke angekündigten Verhandlung in Berlin um Verleumdung des Holocaust.

Berlin oder Anklam, das ist hier die Frage. Beide Städte liegen ja nahe beieinander. Es sind etwas über 200 km Distanz, laut GoogleMap. Wenn ich da an die Entfernungen in Sibiren denke.

Vielleicht hat Reichskanzler Schitte auch etwas falsch verstanden. Das wäre schließlich nicht das erste Mal gewesen.

Wer sich die Verhandlung live anschauen will, dem empfehle ich, am 26. Januar nach Anklam zu fahren.

Hebräisch kann Götz wohl auch nicht

Posted in Iwan Götz by reichling on 08/01/2009

Im Blog von Dirk Schröder habe ich auch einen Beitrag zu der Konferenz in Sandefjord und auch über die Person von Iwan Götz gefunden. Er schreibt darin unter anderem:

(2) Zum Oberrabbiner Dr. Esra Iwan Götz: Bleiben Sie auf der eingangs empfohlenen Google-Seite zu „Iwan Götz Synagogengemeinde …“ und scrollen Sie weiter bis zum Beitrag mit dem Titel „XIII INAUGURALADRESSE“. Das ist das letzte E-mail-Rundschreiben von Iwan Götz vom 23.11.2008, das diesmal 136 A4-Seiten umfasst (bei Götz durchaus im Rahmen des Üblichen). Es liegt in Papierform vor mir. Auf Seite 2 unten rechts finden Sie den Ausweis der Synagogengemeinde zu Halle e.V., der die Mitgliedschaft von Dr. Esra Iwan Götz belegt. Das geübte Auge erkennt zunächst, dass oberhalb des Stempels die Mitglied-Nummer fehlt. Dem Hebraisten fällt zudem auf, dass sich im hebräischen Schriftzug in der zweiten Zeile von oben fünf falsche Buchstaben befinden. Denn die hebräische Sequenz „kehilláth béth há-knesseth Halle“ müsste in hebräischen Konsonanten (von mir hier in lateinische Zeichen transkribiert) wie folgt lauten: QHJLTh BJTh HKNSTh HLH. Doch auf dem Ausweis steht an zweiter Stelle Ch statt H, an neunter Stelle dasselbe noch einmal, an zehnter Stelle B statt K und an 14. und letzter Stelle jeweils wieder Ch statt H. Eine äusserst schlecht fabrizierte Fälschung also, die Götz, des Hebräischen unkundig, vom Stempel auf dem Ausweis falsch abgeschrieben hat. Wie er zu dem offensichtlich echten Stempel gelangt ist, ist fraglich, doch auf Seite 4 unten sehen Sie den „Oberrabbiner“ Götz abgebildet mit den beiden Hauptverantwortlichen der Synagogengemeinde Halle e.V. Vermutlich hat er anlässlich seines Besuchs in Halle den Stempel von einem Schreibtisch entwendet. P.S.: Dass die Sache mit dem gefälschten Ausweis der Synagogengemeinde möglicherweise noch eine Stufe höher angesiedelt sein könnte, ergibt sich auf Seite 92 seiner Inauguraladresse. Dort heisst es „die Deutschen, die Russen, die Hinäsen (ich weiss, wie man Hinäsen richtig schreibt, aber …)“. Es geht hier also um das Auswechseln von H gegen Ch („Hinäsen“ = „Chinesen“), was Götz im gefälschten Ausweis gleich vier Mal andersherum praktizierte. Vielleicht ist er zwar kein Oberrabbi, dafür aber gleich ein Oberchasside, also ein Tsaddik, der alle in die Tasche steckt?

Aus irgend einem Grund klappt die Verlinkung nicht. Dirk Schröder hatte vor seinem Beitrag wohl ein bisschen Angst bekommen und ihn von seinem Blog genommen. Bei GoogleCash ist er jedoch noch auffindbar. Einfach die Suchbegriffe „Weltoberrabbiner“, „Götz“, und „Dirk Schröder“ eingeben.

Also scheint der Ausweis noch etliche Fehler zu enthalten, die nur dem Fachmann auffallen können. Es hat den Anschein, als dass der Ausweisvordruck zur Gänze am heimischen Computer entstanden ist.

Dirk Schröder meint weiter, dass Dr. Hamer selbst Jude sei. Er beruft sich dabei auf folgende Passage, die auf einer Website Dr. Hamers zu finden war:

22.02.2002
Geheimes Gespräch, 25.06.1986
Das Logenmitglied, selbst Jude, ist nicht mehr bereit, die furchtbaren Verbrechen, die durch den vorsätzlichen Boykott der Entdeckung der Zusammenhänge der Krebserkrankung (EISERNE REGEL DES KREBS) geschehen sind, länger mitzutragen und will deshalb nicht nur seine Logenzugehörigkeit, sondern auch seine jüdische Identität aufgeben, um nicht länger mitschuldig zu werden an dem grausigsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte.

Quelle

Es handelt sich um eine Seite von Helmut Pilhar.

Ich will dies nicht unbedingt bestätigen. Es geht aus dem Text nicht hervor, dass mit dem Logenmitglied, der selbst Jude ist, Dr. Hamer gemeint ist. Die Zeile „Geheimes Gespräch, 25.06.1986“ ist als Link aufgeführt, der Link, wo eventuell der volle Text abgerufen werden kann, führt allerdings ins Lehre. Die Datei existiert nicht mehr an der im Link angeführten Stelle.

Es ist eigentlich egal, ob Hamer Jude ist bzw. war oder nicht. Der hat nach eigenen Angaben auch Theologie studiert. Und als studierter Theologe, egal welcher Konfession, hätte ihm das mit dem
Weltoberrabbiner, der in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts im Talmud einen Artikel geschrieben hat. Und auf den Oberrabbiner Götz hätte er auch nicht hereinfallen dürfen.