Reichling's Blog

Polzeigewalt gegen Reichsdiplomaten

Posted in Exilregierung Deutsches Reich, Reichsregierungen, Tina Wendt by reichling on 02/11/2010

Auf Tina Wendts Website ist wieder mal etwas neues hinzugekommen.

Unter der Überschrift, die ich auch diesem Beitrag gegeben habe, ist erstaunliches zu lesen.

Ich will hier nur den Anfang zitieren

Mittwoch, 27.10.2010 – Polizeistation Bückeburg

Am heutigen Tage waren 2 Diplomaten des Deutschen Reichs sowie das Kind eines der Diplomaten für das Deutsche Volk unterwegs. Das Fahrzeug war von Anfang an als Diplomatenfahrzeug erkennbar (Art des Kennzeichens und CD-Aufkleber) und rechtlich zugelassen über das Zentrale Kraftfahrtamt des Deutschen Reichs (ausgeübt durch die Selbstverwaltung). Die Innenministerien der BRD wurden selbstverständlich darüber in Kenntnis gesetzt.
Auf der Strecke zwischen Stadthagen (Kreis Bückeburg) Richtung Minden geschah nun folgendes unglaubliches:

Der ganze Text kann hier nachgelesen werden.

Er ist in Reichsdeutsch gehalten. Ich will eine Kurzfassung davon ins normale Deutsch übersetzen.

Ich habe nicht nachgeprüft, ob sich der Vorfall wirklich zugetragen hat. Bei Tina Wendt kann man sich nie so ganz sicher sein. Die Dame ist durch reichlich viel Phantasie bekannt, mit der Wahrnehmung der Wirklichkeit hat sie allerdings so ihre Probleme.

Sie weist ausdrücklich darauf hin, dass Stadthagen im Kreis Bückeburg liegt. Die Sache ist nur die. Einen Kreis Bückeburg gibt es in ganz Deutschland nicht. Bückeburg liegt im Landkreis Schaumburg, und die Kreisstadt dieses Kreises ist Stadthagen. Das Fürstentum Schaumburg-Lippe, an das Tina Wendt wohl gedacht haben mag, gibt es seit 1918 nicht mehr. Es dürfte nicht mehr allzuviele Menschen geben, die noch während des Bestehens dieses Fürstentums geboren sind. Und bewusst erlebt haben dürfte es wohl niemand mehr.

Aber jetzt mal zum eigentlich Text, zu dem, was vorgefallen ist.
So wie ich Frau Wendt verstanden habe, sind am 27. Oktober ein Mann und eine Frau in einem Fahrzeug ohne gültige amtliche Kennzeichen von Stadthagen nach Bückeburg gefahren. Sie hatten ein Kleinkind dabei. Auf dem letzten Stück des Weges wurden sie von einem Polizeistreifenwagen, der als solcher zu erkennen war, verfolgt, ignorierten aber die Haltesignale der Polizeibeamten.
An einer ampelgeregelten Kreuzung in Bückeburg mussten sie anhalten, wohl wegen des Querverkehrs, und verriegelten sorgfältig mal die Fahrzeugtüren von innen.
Gegenüber der Polizei wies sich einer der Fahrzeuginsassen mit einem an die Fensterscheibe gehaltenen Spielzeugausweis aus. Die Polizei ging auf diese Spielchen nicht ein und verschaffte sich gewaltsam Zutritt in das Fahrzeuginnere.
Unverständlich ist hier nicht das Auftreten der Polizei, sondern dass hier zwei angebliche Reichsdiplomaten mit einem Kleinkind „für das deutsche Volk“ unterwegs waren. Was wollten sie wohl für das deutsche Volk unternehmen? Einkaufen im Supermarkt?
Die Polizei hat nun mal auch die Aufgabe, zu verhindern, dass Fahrzeuge ohne Zulassung (Pseudekennzeichen sind keine Zulassung) auf unseren Straßen unterwegs sind. Diese Fahrzeuge sind nämlich auch nicht versichert. Die Versicherungen setzen nämlich eine gültige Fahrzeugzulassung voraus. Solche Fahrzeuge werden oft von Straftätern benutzt, die sich mit gefälschten Kennzeichen einer Identifizierung entziehen wollen.
Ich werde auch den Eindruck nicht los, dass das Kind nur deshalb mitgenommen worden ist, um bei einem Zugriff der Polizei deren besonder große Brutalität, auch gegenüber Kindern, groß hinausposaunen zu können.

Wie schreibt die Dame so schön über die „Reichskennzeichen“?

Die Innenministerien der BRD wurden selbstverständlich darüber in Kenntnis gesetzt.

Was glaubt sie wohl, das die Innenministerien der deutschen Ländern mit dieser Mitteilung gemacht haben? Glaubt sie im Ernst, durch solch ein Schreiben wird aus gestanztem Blech ein gültiges Kraftfahrzeugkennzeichen? Das einzige, was ich mir spontan vorstellen kann, ist ein Hinweis an die Polizeidienststellen, dass sie künftig vermehrt auf Fahrzeuge mit diesen Phantasiekennzeichen achten und eine Weiterfahrt unterbinden sollen.
Mehr hat auch dieser Polizist aus Bückeburg namens Bollmann nicht getan.

So gegen Schluss schreibt sie noch

Sollte der Dienstwagen der Diplomaten nicht REPARIERT innerhalb von 7 Tagen wieder in die Hände der rechtmäßigen Reichsbürger gehen, so werden sich einige wichtige Mitarbeiter gezwungen fühlen, internationale Kontakte einzuschalten, um diesem Spuck ein Ende zu setzen.

Ich gehe mal davon aus, dass die Polizei, und wohl nicht nur in Bückeburg, zur Zeit dabei ist, dem Spuk mit dem Fahren von nicht zugelassenen und nicht versicherten Fahrzeugen mit Phantasiekennzeichen ein Ende zu bereiten. Wer vorsätzlich mit solchen Fahrzeugen unterwegs ist, begeht eine Straftat. Und Fahrzeuge, die zum Begehen einer Straftat benutzt werden, können eingezogen werden.
Aber vielleicht lässt in diesem Fall die Polizei mit sich reden, und gibt das Fahrzeug wieder frei, unter Ersatz ihrer Kosten und mit einer gültigen Zulassung. Die Phantasiebehörde Reichskraftfahrtamt ist für Kraftfahrzeugzulassung nicht zuständig. Für Bückeburg und Umgebung ist dafür das Landratsamt in Stadthagen da.

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