Reichling's Blog

Harmlos, weil beknackt

Posted in Allgemeines by reichling on 19/10/2016

war lange Zeit die Meinung unserer Behörden, auch der Verfassungsschutzämter, über die „Reichsbürger“.

Inzwischen hat diese Gruppe von Leuten, die die Existenz der Bundesrepublik Deutschland als Staat bestreiten, wohl den Mantel der Harmlosigkeit abgelegt.

Beknackt dürfte aber noch zutreffen.

Immer Häufiger neigen sie zur Gewalt.

Brandneu dürfte dieses Ereignis sein:

http://www.nordbayern.de/region/roth/waffen-razzia-reichsburger-schiesst-bei-roth-auf-polizisten-1.5561397

Nachtrag 20. Oktober 2016:

Wie heute morgen die Nachrichten vermelden, ist einer der beiden schwerverletzten Polizeibeamen in der Nacht seinen Schussverletzungen erlegen.

Gegen den Reichsbürger aus dem fränkischen Georgensgmünd wird jetzt auch wegen Mordes ermittelt. Und dafür kennt unser Strafgesetzbuch nur eine Strafe: Lebenslange Haft. Vielleicht stellt das Gericht auch noch die besondere Schwere der Schuld fest. In diesem Fall ist eine Freilassung auf Bewährung nicht vor 25 Jahren möglich.

Ich hoffe, dass unsere Behörden von jetzt an eneregischer gegen die reichsdeutsche Bewegung vorgehen. Die von ihnen betriebenen Websites gehören aus dem Internet verbannt. Bis jetzt wurde ja vieles als freie Meinungsäußerung angesehen, die nach dem Grundgesetzt geschützt ist, auch wenn diese Meinung nur aus Blödsinn besteht. Aber es sieht so aus, dass diese „freie Meinungsäußerung“ erst den Boden bereitet für die Bereitschaft zu Gewalt gegen staatliche Organe.

 

 

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Reichsbürger wirft Beil auf Polizisten

Posted in Sonstiges by reichling on 13/10/2016

In der Online-Ausgabe der Altmarkzeitung vom 12. Oktober 2016 war zu lesen:

Salzwedel: Wohnungsdurchsuchung an der Arendseer Straße wegen Drogendelikten
Reichsbürger wirft Beil auf Polizisten: SEK-Einsatz im Plattenbau

ds Salzwedel. Während einer polizeilichen Wohnungsdurchsuchung wurden Polizisten heute Morgen gegen 6 Uhr in Salzwedel von einem Beschuldigten mit einem Beil beworfen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Das Amtsgericht Stendal hatte die Durchsuchung der Wohnung in einem Plattenbau an der Arendseer Straße im Rahmen eines Strafverfahrens angeordnet. ….

Weiter geht es hier.

Salzwedel ist eine etwas über 24000 Einwohner zählende Stadt in Sachsen-Anhalt und Kreisstadt des Altmarkkreises Salzwedel. Der Ort liegt nordwestlich von Magdeburg und grenzt an Niedersachsen.

Der Vorfall hat sich im Stadtteil Pretzier ereignet, einem Ort von weniger als 1300 Einwohnern.

Hier ist zum zweiten Mal Seit August ein „Reichsbürger“ in Sachsen-Anhalt durch Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei aufgefallen. Man erinnere sich an den „Selbstverwalter“ Adrian Ursache, dessen „Staat“ Ur im August von der Polizei gestürmt wurde. Dabei musste die Polizei zur Selbtverteidigung Schusswaffen einsetzen.

Im Salzwedeler Fall kommt noch der Verdacht auf Drogenhandel gegen den Reichsbürger hinzu.

Von der Beurteilung „Harmlos, weil beknackt“ haben sich unsere Behörden inzwischen verabschiedenen müssen. So ganz harmlos sind die verblendeten Reichsbürger schon lange nicht mehr. Frank Schmidt, Betreiber der KRR-FAQ, hat schon Anfang dieses Jahrhunderts vor der latenten Gewaltbereitschaft vieler Reichsdeppen gewarnt.

 

Plauener Amtsgericht verurteilt Reichsbürger

Posted in Sonstiges by reichling on 02/10/2013

Auch Reichsbürger sind vor Verurteilungen durch ein bundesdeutsches Gericht nicht geschützt, wie man einem heutigen Bereicht des Vogtland-Anzeigers entnehmen kann.

1440 Euro Strafe bekommt der selbst ernannte Reichsbürger Reiner T. vom Plauener Amtsgericht aufgebrummt, weil er ein Polizeiauto mit Stockhieben traktierte. Doppelt bitter für den 58-Jährigen: Denn der erkennt weder den Staat Bundesrepublik, dessen Gesetze, Rechtssprechung und Richter an.

Quelle und Meer

Mit 1400 Euro Strafe ist der Straftäter angesichts seiner Taten und Vorstrafen noch glimpflich davon gekommen. Vielleicht hat die Zugehörigkeit zum Deutschen Reich etwas mit dem maßvollen Urteil zu tun, denn der Richter meinte

„Ich empfinde tiefes Mitleid mit Ihnen. Irgendwas ist in Ihrem Leben schief gelaufen. Sonst wäre ich mit Ihnen ganz anders umgesprungen.“

Im Urteil übertraf er allerdings die Forderung des Staatsanwaltes.

Der Schaden, den er am Polizeiauto angerichtet hatte, geht extra. Aber das ist dann keine Strafe, sondern Schadenersatz.