Reichling's Blog

Reichskanzler Norbert Schittke gewährt Carsten van Ryssen ein Interview

Posted in Allgemein by reichling on 03/12/2016

Am 2. Dezember durfte ich abends ein Highlight der deutschen Fernsehberichterstattung erleben.

Carsten van Ryssen ist es gelungen, den Reichskanzler der Exilregierung, Norbert Schittke, zu einem Interview zu bewegen.

Das Interview wurde in der Sendung „Heute Show“ am 2. Dezember 2016 ausgestrahlt. Hier der Ausschnitt mit Norbert Schittke.

Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen.

Es ist nicht das erste Mal, wo das ZDF Reichskanzler Schitte und seiner Exilregierung Sendezeit widmete.

Das erste Mal war 2005 gewesen, und zwar im April in einer Mona Lisa-Sendung. Im damals noch bestehenden Reichsforum der Exilregierung wurde bereits vorher groß darüber berichtet. Man machte dem ZDF zur Bedingung für die Aufnahmen, dass parallel zu den Aufnahmen auch ein Kameramann der Exilregierung das Interview filmen dürfe.

Und das Ergebnis konnte man schon vor der Austrahlung der ZDF-Sendung bewundern.

Da fragte der Redakteur des ZDF den Reichskanzler, was es mit der bewaffneten Eingreiftruppe von 35.000 Mann auf sich habe. Schittke war sehr überrascht. Seine Gegenfrage: „Woher wissen Sie das?“

Im damals noch aktiven Reichsforum der Exilregierung herrschte große Aufregung über dieses Szene. Wie kommt da einer vom ZDF dazu, so etwas zu behaupten? Eine bewaffnete Einsatzgruppe von 35.000 Mann? Jedenfalls hatte im Forum noch keiner etwas davon gehört.

Und jetzt kam der Tag der Sendung. Ich glaube, es war am 17. April 2005 gewesen. Die gezeigten Bilder sahen ein bisschen anders aus, der Kameramann des ZDF hatte halt eine andere Perspektive, als der regierungseigene Kamermann.

Und irgendwann kam die Stelle, wo Schittke nach der 35.000 Mann starken bewaffneten Eingreiftruppe gefragt wurde.

Im Hintergrund wurde ein Schreiben der Exilregierung, unterschrieben von Schittke, eingeblendet. Das Schreiben war an den damaligen Bundeskanzler Schröder gerichtet. Schröder wurde darin aufgefordert, die Regierungsgewalt an Schittke zu übergeben, andernfalls würde er eine bewaffnete Eingreiftruppe von 35.000 Mann gegen die Bundesregierung eingesetzt werden.

Das wurde auch von den Mitgliedern des Reichsforums gelesen, zum Teil stramme Reichsdeutsche und „Personenausweisinhaber“.

Jetzt ging die Diskussion erst richtig los. „Wie kann der Reichskanzler so was schreiben? Wir haben doch keine 35.000 Mann unter Waffen.“ Oder: „Auch ein Reichskanzler sollte über ein Mindesmaß an Glaubwürdigkeit verfügen.“

Der Reichskanzler war wohl unten durch.

Ich konnte später herausfinden, dass sich Schittke auf Verfassungsschutzberichte stützte, wonach rund 3.500 Mann der Bundeswehr rechtsextremistische Tendenzen haben. Schitte nahm diese Zahl einfach mal zehn, und so kam er auf 35.000 Mann. Ich bin überzeugt, dass allein von 3.500 Rechtsextremisten bei der Bundeswehr 3.495 keine Ahnung hatten, dass es eine Exilregierung Deutsches Reich gibt.

Schon sehr bald nach Bildung der Exilregierung (8. Mai 2004) bin ich davon ausgegangen, dass Schittke nicht die treibende Kraft dieser Organisation sein kann. Dafür waren seine Aussagen zu verworren, und eines musste von seinem „Leiter des Presseamtes“, Uwe B., relativiert oder gar gelöscht werden, so dass sich der Eindruck aufdrängte, dass der Pressesprecher die Richtlinien der Politik vorgibt, und dass Schittke nur ein Strohmann war.

Aber Uwe B. wurde Ende 2005 auf Sparflamme gesetzt und 2006 endgültig ausgeschaltet.

Das letzte Interview, dass Schittke dem ZDF, hier der Heute Show, gab, zeigt deutlich, dass seine intellektuellen Fähigkeiten noch weiter abgenommen haben. Auch eine Reichsregierung, ob KRR oder Exil, setzt gewisse organisatorische Fähigkeiten bei der führenden Person voraus. Und solche Fähigkeiten sehe ich bei Schittke nicht.

Wer steht also hinter ihm, wessen Strohmann ist er jetzt? Soll er mit seinem Geschwafel von den wahren Absichten der Exilregierung ablenken?

Ich gebe ehrlich zu, ich weiß es nicht.

 

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6 Antworten

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  1. Leningrader Sieben said, on 04/12/2016 at 12:33

    Das Interview wurde jetzt als Einzelbeitrag hochgeladen.

    Schön, dass Bedenkenträger a la „dem kann man doch keine Bühne geben“ in der heute-show nicht das Wort haben. Die unterschätzen ihre Zuschauer wenigstens nicht.

    • reichling said, on 05/12/2016 at 15:35

      Leider wird der Beitrag bei Youtube nur eine begrenzte Zeit zu sehen sein. Das liegt nicht am ZDF, sondern an der Gesetzgebung.

      Danke für den Link.

  2. gnaddrig said, on 18/12/2016 at 17:18

    Wer steht also hinter ihm, wessen Strohmann ist er jetzt? Soll er mit seinem Geschwafel von den wahren Absichten der Exilregierung ablenken?

    Ich gebe ehrlich zu, ich weiß es nicht.

    Kann natürlich sein, dass er einfach ein verpeilter Privatclown ist, der da auf eigene Rechnung reichskanzlert.

    Und wenn er tatsächlich ein Strohmann ist, dafür ist es jetzt zu spät, wo die Reichsfuzzis sich so tapfer in die Aufmerksamkeit von Verfassungsschutz und Verwaltung gespielt haben. Mit den Heldentaten des DPHW fing es an, sich abzuzeichnen, und spätestens seit dem Aufstand von Herrn Ursache und, v.a., der Sache in Georgensgmünd dürfte es mit der Einschätzung „beknackt aber harmlos“ vorbei sein. Davon leknt auch kein schärpetragender Fantast als Gallionsfigur mehr ab.

  3. DrWaechter said, on 31/01/2017 at 18:16

    kurz und prägnant und unwiderlegbar:
    http://www.iknews.de/2014/10/09/brd-gmbh-fakten-check/
    (statt sinnloser Diskussionen mit Reichsbürgern einfach dieses Merkblatt vorlegen)

    • reichling said, on 31/01/2017 at 19:08

      Danke für den Link. Die Argumente auf der verlinkten Seite sind eigentlich sehr schlüssig. Aber sie reichen nicht aus, um einen Anhänger des Deutschen Reiches zu überzeugen.

      Der Autor des Textes will mit diesen Leuten reden. Aber in den meisten Fällen führt das zu nichts. Der wahre Reichsdeutsche schaltet ab, sobald er Argumente gegen seine Auffassung zu hören oder zu lesen bekommt.

      Die von iknews zusammengestellten Fakten sind den Reichsdeutschen bekannt, sie werden jedoch ausgeblendet oder als Lüge abgetan. Über diese Leute reden ja, aber mit ihnen reden führt zu nichts. Ich habe es zunächst auch versucht.

  4. Patrick Lassan said, on 02/02/2017 at 11:49

    Wie wenig das nutzt, kann man übrigens sehr gut in den Kommentaren unter dem Artikel sehen, dort findet man nämlich das übliche Reichsbürger-Gefasel.


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