Reichling's Blog

André Brandes lügt weiter

Posted in Volksbetrug by reichling on 26/02/2013

Unter der Überschrift

“Nazi” Forum – Antireichsdeppenforum aka KRR-FAQ.NET – unterbindet Kritik an der braunen BRD Vergangenheit

ist im Weblog volksbetrugpunktnet.wordpress.com folgender Beitrag zu lesen:

Das angeblich “frei zugängliche” Forum, Namens “Antireichsdeppenforum” steht vor einem Problem. Ein User hat sich getraut, daß Thema Nazis und deren Karriere in der BRD aufzugreifen. Damit hat man in dem Antireichsdeppenforum ein Problem. Eine BRD ist ein angebl. Staat, in dem man die Nazis nach 1945 entsorgt hat. Das es nicht so ist, ist offenkundig.

Zitate des Users:

Entgegen den offiziellen Verlautbarungen des Bundesjustizministeriums waren in den 60-igern, in Westdeutschland noch über 800 Juristen der nazistischen Ausnahmegerichte tätig. Nicht einer der zum Teil mit über 100 Bluturteilen belasteten Nazi-Juristen wurde vor Gericht gestellt. Diese Rechtsprecher’, die ausnahmslos im Dienste der Unmenschlichkeit, des Unrechts und der Aggression standen, sind bis in die höchsten Positionen des westdeutschen Staats- und Justizapparates gelangt.
Westdeutsche Gerichte stellten sogar die Ermittlungsverfahren ein, die auf Grund von Strafanzeigen gegen Nazi-Juristen eingeleitet worden waren. Selbst von Staaten der Antihitlerkoalition rechtskräftig verurteilte Nazi- und Kriegsverbrecher wurden in voller Kenntnis ihrer Vergangenheit in Bonner Dienste übernommen. So wurde z. B. Dr. Leonhard Drach 1956 als Staatsanwalt in Frankenthal eingesetzt und später zum Oberstaatsanwalt befördert, obwohl er als Nazi-Staatsanwalt an Stand- und Sondergerichten im okkupierten Luxemburg zahlreiche Bluturteile beantragt hatte, denen auch entsprochen worden war. In Luxemburg wurde Drach nach 1945 wegen seiner Verbrechen zu 20 und 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Der frühere Staatsanwalt beim Sondergericht in Luxemburg, Josef Wienecke – nach 1945 in Luxemburg in Abwesenheit (weil er von einem Urlaub auf ,Ehrenwort” nicht zurückkehrte) zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt -, wurde 1953 Staatsanwalt in Koblenz. Später wurde er, obwohl auch seine Vergangenheit bekannt war, zum Ersten Staatsanwalt befördert.
Auch dem nach der Befreiung Luxemburgs zu vier Jahren Gefängnis verurteilten ehemaligen Mitarbeiter der Nazi-Justizverwaltung Dr. Otto Bauknecht wurden in Westdeutschland 1956 Amt und Würden – zunächst als Landgerichtspräsident in Kreuznach – verliehen. Bis Ende 1967 hatte der Juristennachwuchs vor ihm als Präsident des Justizprüfungsamtes seine Befähigung für den westdeutschen Justizdienst in der 1. und 2. Staatsprüfung nachzuweisen.
Sogar der Vorsitzende des Sondergerichts in Luxemburg Adolf Raderschall – in Abwesenheit zum Tode verurteilt – fungierte in Rheinland-Pfalz als Landgerichtsdirektor a. D. auf einer Amtsgerichtsrats-Planstelle und ist jetzt Alterspensionär mit Bezügen, die die seiner Opfer um ein mehrfaches übersteigen. Drach, Wienecke und Bauknecht sind bis heute trotz luxemburgischer Proteste noch nicht zur Verantwortung gezogen worden. (Angaben aus: Der Spiegel, Hamburg, 5. Mai 1965 und 3. Febr. 1965, und Die Welt, Hamburg, 15. Juli 1965)

Ein Beitrag mit genau diesem Text ist allerdings im Reichsdeppen-Forum nicht geschrieben worden. André nimmt es mit der Wahrheit nicht allzu genau.

Es ging um folgenden Beitrag eines Enrico

…Ein interessanten Beitrag fand ich im VB Forum:

VNV NATION schrieb:
„Die Thematik, mit den ehem. DDR Bediensteten kenne ich und kann diese Erfahrungen im Umkreis bestätigen. Die Nazi BRD pfeifft auf dem letzten Loch. Versuche mal in Deiner Gegend Hilfe über 110 zu bekommen. Vielleicht kommen die mal nach 2Stunden vorbei um Dir zu helfen. Wir haben schon die tollsten Sachen gehört. Von der Polizei ist keine Hilfe zu erwarten. Die sind nur noch dafür da, um Gelder für die klamme BRD einzutreiben und Leute mit Hausdurchsuchungen zu terrorisieren. Wenn der Bürger Hilfe braucht, ist keiner da. Um sich meine Rechner mal auzuborgen, hatte ich eine Besucherzahl von 10 Polizisten und 2 Mercedes Vito. 3 Tage später hat man meinem Schwiegervater in der Stadt die Autoscheiben eingeschlagen um die Brille und eine CD zu klauen. Er konnte auf 2 Polizeirevieren keine Anzeige erstatten, aufgrund von Personalmangel. In einigen Regionen gibt es nur noch einen Streifenwagen, die 2 Stunden bis zum Einsatzort brauchen. So sah es auch in den letzten Tagen der DDR aus. Worauf das Deppenforum nicht eingeht, ist die braune Vergangenheit und Gegenwart in der BRD. Entgegen den offiziellen Verlautbarungen des Bundesjustizministeriums waren in den 60-igen, in Westdeutschland noch über 800 Juristen der nazistischen Ausnahmegerichte tätig. Nicht einer der zum Teil mit über 100 Bluturteilen belasteten Nazi-Juristen wurde vor Gericht gestellt. Diese Rechtsprecher‘, die ausnahmslos im Dienste der Unmenschlichkeit, des Unrechts und der Aggression standen, sind bis in die höchsten Positionen des westdeutschen Staats- und Justizapparates gelangt.
Westdeutsche Gerichte stellten sogar die Ermittlungsverfahren ein, die auf Grund von Strafanzeigen gegen Nazi-Juristen eingeleitet worden waren. Selbst von Staaten der Antihitlerkoalition rechtskräftig verurteilte Nazi- und Kriegsverbrecher wurden in voller Kenntnis ihrer Vergangenheit in Bonner Dienste übernommen. So wurde z. B. Dr. Leonhard Drach 1956 als Staatsanwalt in Frankenthal eingesetzt und später zum Oberstaatsanwalt befördert, obwohl er als Nazi-Staatsanwalt an Stand- und Sondergerichten im okkupierten Luxemburg zahlreiche Bluturteile beantragt hatte, denen auch entsprochen worden war. In Luxemburg wurde Drach nach 1945 wegen seiner Verbrechen zu 20 und 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Der frühere Staatsanwalt beim Sondergericht in Luxemburg, Josef Wienecke – nach 1945 in Luxemburg in Abwesenheit (weil er von einem Urlaub auf ,Ehrenwort“ nicht zurückkehrte) zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt -, wurde 1953 Staatsanwalt in Koblenz. Später wurde er, obwohl auch seine Vergangenheit bekannt war, zum Ersten Staatsanwalt befördert.
Auch dem nach der Befreiung Luxemburgs zu vier Jahren Gefängnis verurteilten ehemaligen Mitarbeiter der Nazi-Justizverwaltung Dr. Otto Bauknecht wurden in Westdeutschland 1956 Amt und Würden – zunächst als Landgerichtspräsident in Kreuznach – verliehen. Bis Ende 1967 hatte der Juristennachwuchs vor ihm als Präsident des Justizprüfungsamtes seine Befähigung für den westdeutschen Justizdienst in der 1. und 2. Staatsprüfung nachzuweisen.
Sogar der Vorsitzende des Sondergerichts in Luxemburg Adolf Raderschall – in Abwesenheit zum Tode verurteilt – fungierte in Rheinland-Pfalz als Landgerichtsdirektor a. D. auf einer Amtsgerichtsrats-Planstelle und ist jetzt Alterspensionär mit Bezügen, die die seiner Opfer um ein mehrfaches übersteigen. Drach, Wienecke und Bauknecht sind bis heute trotz luxemburgischer Proteste noch nicht zur Verantwortung gezogen worden. (Angaben aus: Der Spiegel, Hamburg, 5. Mai 1965 und 3. Febr. 1965, und Die Welt, Hamburg, 15. Juli 1965)“

Ich glaube, Ihr seit die Nazis.

Wir sehen, der im Blog von volksbetrugpunktnet zitierte Absatz

Entgegen den offiziellen Verlautbarungen des Bundesjustizministeriums waren in den 60-igern, in Westdeutschland noch über 800 Juristen der nazistischen Ausnahmegerichte tätig. Nicht einer der zum Teil mit über 100 Bluturteilen belasteten Nazi-Juristen wurde vor Gericht gestellt. Diese Rechtsprecher’, die ausnahmslos im Dienste der Unmenschlichkeit, des Unrechts und der Aggression standen, sind bis in die höchsten Positionen des westdeutschen Staats- und Justizapparates gelangt.

aus dem Beitrag des Users ist in Einricos Beitrag im Reichsdeppenforum gar nicht zu finden. Hier lügt uns André Brandes etwas vor. Man kann sich leicht überzeugen, dass im ersten Absatz von Enricos Beitrag etwas ganz anderes steht, und dass er seinen Beitrag komplett abgekupfert hat aus dem Forum volksbetrug.net. Geschrieben hat ihn kein anderer als VNV Nation, also André Brandes. Aber das konnte aus irgendeinem Grund André nicht im Blog seines Lügenforums schreiben.

Jetzt ist es aber nicht so, dass André diesen Text selbst geschrieben, dass er vorher fleißig in alten Spiegel und Welt-Ausgaben recherchiert hat. Den Text, der im Reichsdeppen-Forum gepostet sein sollte, hat er wörtlich von hier genommen:

Braunbuch DDR 1968Werfen wir einen Blick auf die Seite 2 des Buches

Braunbuch DDR Seite 2Das Braunbuch ist auf der Website der KPD-LM als PDF-Datei zu finden. Die von André Brandes wörtlich übernommene Passage ist auf Seite 138 zu finden.

Das Braunbuch der DDR stützt sich auf Veröffentlichungen des Spiegels und der Welt aus dem Jahre 1965. Bereits zu diesem Zeitpunkt waren die hier genannten Personen nicht mehr im Amt. Wegen ihrer Tätigkeit als Richter und Staatsanwalt in Luxemburg sind sie beurlaubt worden. Sie in Deutschland anzuklagen, ist sehr schwer bis unmöglich, da ihnen nicht nachzuweisen war, dass sie nicht nur Befehle ausgeführt haben. Der erwähnte Staatsanwalt Dr. Leonhard Drach war wegen seiner Tätigkeit in Luxemburg verurteilt worden und war auch inhaftiert. Er ist 1954 vorzeitig aus der Haft entlassen und nach Deutschland abgeschoben worden.

In der Bundesrepublik Deutschland war der all zu lasche Umgang mit ehemaligen Nazi-Juristen in den fünziger und sechziger Jahren durchaus diskutiert. Und es gehört gewiss nicht zu den rühmlichsten Kapiteln der frühen Geschichte der Bundesrepublik. Wie man sieht, wurde auch in den Systemmedien darüber geschrieben, die ja nach Ansicht der Volksbetrüger alle staatlich kontrolliert sind.

In der DDR bewies man ja in Waldheim, wie man mit Nazis umzugehen hat.

Im sozialistischen Teil Deutschlands spielten Altnazis beim Aufbau des Staates auch keinerlei Rolle.

Vielleicht ist André Brandes doch kein Nazi. Vielleicht ist er ja extrem links eingestellt. Und so schrecklich weit sind Rechts- und Linksextremismus eigentlich gar nicht auseinander. Die ehemaligen Gestapomänner, die später beim Aufbau des DDR-Staatssicherheitsdiensteshalfen,  brauchten ihre Gesinnung gar nicht viel zu ändern. Und ihren Judenhass konnten sie sogar beibehalten.

Dann würde das Forum volksbetrug.net ein weites politisches Spektrum abdecken. Linke Neonazis, wie André Brandes aus Markranstädt und rechte Neonazis, wie Alexander Singendonk aus Kleve vereint auf einem Misthaufen.

Wir haben den Thread im RD-Forum nicht in den internen Bereich verschoben, weil wir peinlich berührt darüber waren, sondern, weil wir nicht zulassen, dass in unserem Forum noch kommunistische Propaganda gemacht wird. Und das von Rechtsextremisten.

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4 Antworten

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  1. helmut said, on 26/02/2013 at 23:18

    Dazu ein schöner Beitrag über den Sänger der Bandbreite. es haben auch schon andere begriffen das die Linken und die Rechten sich vermischen und eigentlich ein und die selbe rotbraune Suppe sind. http://www.redglobe.de/deutschland/antifa/5806-falken-schmeissen-bandbreite-saenger-raus

  2. P.M. said, on 27/02/2013 at 12:36

    Die beiden postfaschistischen deutschen Staaten sind unter erheblicher Mithilfe von Nazis gegründet worden – wie sollte es auch anders sein, gab ja kaum was anderes im damaligen Deutschland.

    Der entscheidende Unterschied ist, dass die nazistische Verschränkungen im Weststaat nach etwas einer Generation durch soziale und kulturelle Proteste und Reformen an die Oberfläche gezerrt, kritisert, skandalisiert und partiell auch beseitigt werden konnten. In jedem Fall aber konnte das Problem zumindest erkannt und der Kritik unterzogen werden.

    Eine solche Entnazifizierung, die natürlich aus dem Kern der betroffenen Gesellschaft selbst kommen muss, hat es im Osten nicht gegeben. Die DDR war „antifaschistischer“ Staat per Deklaration und jeder Versuch, auf die Unwahrheit dieses Selbstbildes hinzuweisen, war zum Scheitern verurteilt wie jeder andere Versuch sozialen Protest, wurde ja auch unterbunden. Darum hat sich der Staat drüben bis zu seinen Zusammenbruch in diesem Bereich nicht (wie auch sonst kaum) verändert.

    Dass das im Westen in den Sparten nicht anders war, die sich gesellschaftlicher Kontrolle stets entzogen haben, in den Geheimdiensten zum Beispiel, konnte man in den letzten Jahren sehr anschaulich beobachten.

  3. Otto Pardey said, on 24/03/2013 at 22:07

    Die Bundesrepublik Deutschland
    ist ein Willkuer-und Verbrecherregime
    indem die braune bzw. rotbraune
    Pest die Buerger zu Wahlvieh bzw.
    Lohnsklaven dekradiert.
    Wie doof muss dieses Volk nur sein
    welches allem ernstes glaubt,
    das die BRD eine Demokratie ist.

    • reichling said, on 24/03/2013 at 23:44

      Wäre die Bundesrepublik Deutschland ein Willkür- und Verbrecherregime, dann gäbe es bei uns keine Exilregierungen, keine Kommissarischen Reichsregierungen, keine Selbstverwalter, es gäbe kein volksbetrug.net, dafür gäbe es viele Gefängnisse, in all die sitzen würden, die die Bundesrepublik Deutschland als Willkür- und Verbrecherregime bezeichnen.

      Allein die Tatsache, dass Sie diese Auffassung öffentlich vertreten können, beweist doch, dass die Bundesrepublik Deutschland alles andere als ein Willkür- und Verbrecherregime ist.


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