Reichling's Blog

Hebräisch kann Götz wohl auch nicht

Posted in Iwan Götz by reichling on 08/01/2009

Im Blog von Dirk Schröder habe ich auch einen Beitrag zu der Konferenz in Sandefjord und auch über die Person von Iwan Götz gefunden. Er schreibt darin unter anderem:

(2) Zum Oberrabbiner Dr. Esra Iwan Götz: Bleiben Sie auf der eingangs empfohlenen Google-Seite zu „Iwan Götz Synagogengemeinde …“ und scrollen Sie weiter bis zum Beitrag mit dem Titel „XIII INAUGURALADRESSE“. Das ist das letzte E-mail-Rundschreiben von Iwan Götz vom 23.11.2008, das diesmal 136 A4-Seiten umfasst (bei Götz durchaus im Rahmen des Üblichen). Es liegt in Papierform vor mir. Auf Seite 2 unten rechts finden Sie den Ausweis der Synagogengemeinde zu Halle e.V., der die Mitgliedschaft von Dr. Esra Iwan Götz belegt. Das geübte Auge erkennt zunächst, dass oberhalb des Stempels die Mitglied-Nummer fehlt. Dem Hebraisten fällt zudem auf, dass sich im hebräischen Schriftzug in der zweiten Zeile von oben fünf falsche Buchstaben befinden. Denn die hebräische Sequenz „kehilláth béth há-knesseth Halle“ müsste in hebräischen Konsonanten (von mir hier in lateinische Zeichen transkribiert) wie folgt lauten: QHJLTh BJTh HKNSTh HLH. Doch auf dem Ausweis steht an zweiter Stelle Ch statt H, an neunter Stelle dasselbe noch einmal, an zehnter Stelle B statt K und an 14. und letzter Stelle jeweils wieder Ch statt H. Eine äusserst schlecht fabrizierte Fälschung also, die Götz, des Hebräischen unkundig, vom Stempel auf dem Ausweis falsch abgeschrieben hat. Wie er zu dem offensichtlich echten Stempel gelangt ist, ist fraglich, doch auf Seite 4 unten sehen Sie den „Oberrabbiner“ Götz abgebildet mit den beiden Hauptverantwortlichen der Synagogengemeinde Halle e.V. Vermutlich hat er anlässlich seines Besuchs in Halle den Stempel von einem Schreibtisch entwendet. P.S.: Dass die Sache mit dem gefälschten Ausweis der Synagogengemeinde möglicherweise noch eine Stufe höher angesiedelt sein könnte, ergibt sich auf Seite 92 seiner Inauguraladresse. Dort heisst es „die Deutschen, die Russen, die Hinäsen (ich weiss, wie man Hinäsen richtig schreibt, aber …)“. Es geht hier also um das Auswechseln von H gegen Ch („Hinäsen“ = „Chinesen“), was Götz im gefälschten Ausweis gleich vier Mal andersherum praktizierte. Vielleicht ist er zwar kein Oberrabbi, dafür aber gleich ein Oberchasside, also ein Tsaddik, der alle in die Tasche steckt?

Aus irgend einem Grund klappt die Verlinkung nicht. Dirk Schröder hatte vor seinem Beitrag wohl ein bisschen Angst bekommen und ihn von seinem Blog genommen. Bei GoogleCash ist er jedoch noch auffindbar. Einfach die Suchbegriffe „Weltoberrabbiner“, „Götz“, und „Dirk Schröder“ eingeben.

Also scheint der Ausweis noch etliche Fehler zu enthalten, die nur dem Fachmann auffallen können. Es hat den Anschein, als dass der Ausweisvordruck zur Gänze am heimischen Computer entstanden ist.

Dirk Schröder meint weiter, dass Dr. Hamer selbst Jude sei. Er beruft sich dabei auf folgende Passage, die auf einer Website Dr. Hamers zu finden war:

22.02.2002
Geheimes Gespräch, 25.06.1986
Das Logenmitglied, selbst Jude, ist nicht mehr bereit, die furchtbaren Verbrechen, die durch den vorsätzlichen Boykott der Entdeckung der Zusammenhänge der Krebserkrankung (EISERNE REGEL DES KREBS) geschehen sind, länger mitzutragen und will deshalb nicht nur seine Logenzugehörigkeit, sondern auch seine jüdische Identität aufgeben, um nicht länger mitschuldig zu werden an dem grausigsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte.

Quelle

Es handelt sich um eine Seite von Helmut Pilhar.

Ich will dies nicht unbedingt bestätigen. Es geht aus dem Text nicht hervor, dass mit dem Logenmitglied, der selbst Jude ist, Dr. Hamer gemeint ist. Die Zeile „Geheimes Gespräch, 25.06.1986“ ist als Link aufgeführt, der Link, wo eventuell der volle Text abgerufen werden kann, führt allerdings ins Lehre. Die Datei existiert nicht mehr an der im Link angeführten Stelle.

Es ist eigentlich egal, ob Hamer Jude ist bzw. war oder nicht. Der hat nach eigenen Angaben auch Theologie studiert. Und als studierter Theologe, egal welcher Konfession, hätte ihm das mit dem
Weltoberrabbiner, der in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts im Talmud einen Artikel geschrieben hat. Und auf den Oberrabbiner Götz hätte er auch nicht hereinfallen dürfen.

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Eine Antwort

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  1. deppenaufsicht said, on 03/04/2009 at 13:43

    Es handelt sich bei diesem angeblichen Ex-Juden um ein fiktives „hohes Mitglied einer französischen Loge“. Schon 1986 hatte Hamer eine Vorliebe für das Erfinden falscher Juden, um sie dann seine antijüdischen Statements aufsagen zu lassen. Hätte in Sandefjord nicht der Nazi Götz den nützlichen Idioten gegeben, hätte Hamer sich auch dort damit herausreden müssen, daß sein jüdischer Kronzeuge „wegen seiner Bedeutung ohne Namensnennung“ erscheinen muß. Das aufsehenerregende Zeugnis, welches der dann geben darf, entspringt ohnehin komplett Hamers wirrem Hirn. Dazu ähnelt die 1986er und auch die 2008er Aussage von Inhalt und Diktion zu sehr dem, die Hamer davor auch schon in seinen offenen Briefen absonderte. Damals erfand sein Wahn einen nicht-länger-mitschuldig-sein-wollenden Juden, jetzt einen sich-mit-diesem-Verbrechen-nicht-identifizieren-möchtenden Juden. Hamers Phrasenschwein ist wohl längst an einem Überfütterungskonflikt zugrundegegangen.

    „Heute den 25. Juni 1986 hat zwischen den Unterzeichneten, Professeur Marie Therese Gros, Chambery, Bd. Gambetta 29, Comtesse Rosemarie D’Oncieu de la Batie, Chambery, Bd. Gambetta 29, Dr. med. Ryke Geerd Hamer, Roma, Via Cassia 1280 und einem hohen Mitglied einer französischen Loge an geheimen Orte ein geheimes Gespräch stattgefunden, das die Unterzeichneten wegen seiner Bedeutung ohne Namensnennung dokumentieren und bezeugen wollen durch ihre Unterschrift.

    Das Logenmitglied, selbst Jude, ist nicht mehr bereit, die furchtbaren Verbrechen, die durch den vorsätzlichen Boykott der Entdeckung der Zusammenhänge der Krebserkrankung (EISERNE REGEL DES KREBS) geschehen sind, länger mitzutragen und will deshalb nicht nur seine Logenzugehörigkeit, sondern auch seine jüdische Identität aufgeben, um nicht länger mitschuldig zu werden an dem grausigsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte.

    In diesem Gespräch wurde folgendes offengelegt:
    […]“
    http://web.archive.org/web/20030616003806/pilhar.com/Hamer/Korrespo/1986/860625.htm


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